Thema Fachkräftemangel
In Deutschland herrscht ein akuter Fachkräftemangel und dieser kostet sehr viel Geld, allein 2009 lagen die durch den Fachkräftemangel verursachten Kosten bei ca. drei Milliarden Euro. Im Jahr 2009 konnten 34.000 Ingenieurstellen nicht besetzt werden. Der Fachkräftemangel machte sich auch im Krisenjahr sehr stark bemerkbar. In Deutschland arbeiten nur die Hälfte aller Ingenieure in ihrem Beruf. Die Ingenieurausbildung ist nicht nur sehr gut, sondern ermöglicht den Absolventen auch sehr viel berufliche Flexibilität. Ca. 10 Prozent aller Ingenieure arbeiten in wirtschaftswissenschaftlichen Berufen. Ingenieure bieten das benötigte Know-how und innovative Konzepte und beides wird dringend gebraucht.
Ab 2018 werden rund 44.000 Ingenieure jährlich in den Ruhestand gehen und dies wird sich sehr deutlich bemerkbar machen und es werden ab diesem Zeitpunkt noch mehr Fachkräfte fehlen. Allerdings ist dies nicht der einzige Grund warum Fachkräfte so dringend benötigt werden, denn eine forschungs- und wissensintensiven Gesellschaft erzeugt einen zusätzlichen Bedarf an Fachkräften. Es werden langfristig Nachwuchs-Fachkräfte fehlen, denn allein die Geburtenrückgänge in den letzten Jahren führen zu einem Fachkräftemangel. Frauen haben bis jetzt nur einen Anteil von 16 Prozent und es wird gehofft, dass diese Zahl in der Zukunft stark ansteigen wird, denn hierdurch könnte zum Teil der Fachkräftebedarf zusätzlich abgedeckt werden. Auch wenn in Deutschland ein Fachkräftemangel vorliegt gibt es arbeitslose Ingenieure – auch wenn demgegnüber die Tatsache, steht dass viele Studenten extra für Studium einen Kredit aufnehmen mussten. Dennoch, die arbeitslosen Ingenieure sollen in Zukunft mehr in den Arbeitsprozess reinintegriert werden. Teams die aus verschiedenen Altersgruppen zusammenarbeiten, arbeiten am kreativsten, dies sind Erkenntnisse aus der Berufswelt und dies sollte auch weiterhin gefördert werden.